Treffen der Freunde Eierlegender Zahnkarpfen am 15.10.2011       1. Dresdner Killifischtag im "Felsenkeller" Während in den Gewölben des Eiswurmlagers, wo in der einstigen Brauerei Felsenkeller das Bier reifte, nunmehr zum vierten Male eine ganz besondere Welt ihr Domizil hatte, nämlich die >>Bunte Welt im Glase<< mit ihren Aquarien voll mit beschuppten Juwelen und dekorativer Bepflanzung, tagte ein Teil der daran beteiligten Aquarianer gemeinsam mit seinen Freunden aus allen Teilen der Republik im darüber liegenden Brauereisaal und widmeten einen ganzen Tag ihren ganz speziellen Lieblingen. Erstmals führten die Freundinnen und Freunde vom "Stammtisch Dresden - Ostsachsen" der Deutschen Killifisch Gemeinschaft ihren 1. Dresdner Killifischtag (KFT) durch. Damit holten sie eine Tradition auch nach Sachsen, die vor sechs Jahren in Augsburg begründet wurde, als die dort ansässige "Tischrunde Schwaben" der DKG ihren 1. Augsburger Killifischtag durchführte. Damals war der jetzige Ehrenvorsitzende des AV "Kampffisch" Bernd SCHWABE in seiner Eigenschaft als DKG- Vorsitzender dabei und überbrachte die Glückwünsche des Vorstandes. Ja, man konnte die Schwaben zu ihrem Killitag beglückwünschen, war er doch in der langen Zeit zwischen den Jahrestagungen ein willkommener Anlass um sich mit Freunden zu treffen, neue kennen zu lernen und auch Neues über unsere Killifische zu erfahren. Damals schon dachten wir, dass es doch eine feine Sache wäre, hier als Nachahmer zu fungieren. Dabei blieb es aber zunächst. Als zwei weitere Regionalgruppen der DKG ihre eigenen Killitage durchführten, wollten wir nicht länger abseits stehen. Zuerst hat den Gedanken Freund Jens ADAM aufgegriffen und er fand zunächst nur bei den Freunden Bernd SCHWABE und Thomas MILKUHN offene Ohren, die aber gemeinsam erreichten, dass sich der größte Teil der Stammtischmitglieder ebenfalls für ihren eigenen Killifischtag begeistern konnten. Man war sich einig, dass die 4. Große Ausstellung AQUARISTIK Im GEWÖLBE, die drei Wochen im Oktober im "Felsenkeller", als Vereinsveranstaltung des AV "Kampffisch" stattfinden sollte, einen idealen Rahmen und der Ausstellungsbesuch einen hochkarätigen Programmpunkt bieten würde. So nahm Jens Fühlung zum Vermieter auf und der Brauereisaal war für den 15. Oktober unser. Nun galt es ein anspruchsvolles Vortragsprogramm zusammenzustellen. Das ist, will man den Besuchern unserer Veranstaltung glauben, voll gelungen. Dabei sagten zunächst einige unserer Wunschreferenten ab, aber andere, nicht minder gute oder bessere, sagten sofort zu und was sie boten war von allerbester Qualität. Doch bevor das erste Wort referiert wurde, hatten wir zunächst Sorge, ob wir den Saal voll bekämen, dann, nach zahlreichen Anmeldungen, war unsere Sorge, ob die angebotenen Sitzplätze reichen würden. Alle diese Bedenken erwiesen sich als unbegründet, auch, obwohl der Brauereisaal keine Gastronomie anzubieten hat. Hier waren unsere lieben Frauen in fast geschlossener Front im Einsatz, - das Kuchenbüffet ließ keine Wünsche offen, der angebotene Kaffee gehörte nicht zu der Sorte, die man bei uns Sachsen schlechthin als "Bliemchengaffä" bezeichnet, Alkoholfreie Getränke und (man möge es der Bierstadt Dresden verzeihen) das Bier aus dem Harz mit dem großen H wurde von Jens in solchen Mengen hinter die Theke gebuckelt, dass es hätte für ein totales Besäufnis reichen können (aber Killianer halten Maß und es wurde ein Teil wieder weggeschafft). Bockwurst und Sandwichs tilgten den etwas herzhafteren Hunger. So war also gastronomisch gut vorgesorgt und die Gäste unseres Killifischtages konnten kommen. Und sie kamen, - aus der Bundeshauptstadt Berlin und Brandenburg, Baden- Württemberg, Bayern, Sachsen- Anhalt Thüringen und NRW gaben sie uns die Ehre. Nur aus der eigenen Region war kaum ein großes Interesse zu spüren, was vielleicht am VDA- Bezirkstag, der tags darauf anberaumt war, liegen mochte. Auch aus dem eigenen Verein hätten wir uns gewünscht, dass neben Eckehard WOID und unserem Ehrenmitglied Peter EGER, auch weitere "Nichtkillioden" am Killitag Interesse gezeigt hätten. Dennoch konnte der Tagungsleiter Jens ADAM die Veranstaltung vor gut gefülltem Saal eröffnen, auch wenn wegen des frühen Beginns gegen 9:30 Uhr und der teilweise doch recht langen Anreisen, erst im Laufe des frühen Vormittags alle erwarteten und einige Überraschungsgäste anwesend sein konnten. Herr Richard MATTES vom DKG- Vorstand überbrachte die Grüße des Vorsitzenden und seiner Vorstandskollegen und auch der Präsident unseres Verbandes Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e. V. Herr Dr. Stefan HETZ sprach uns Grüße und für unsere Tagung und unsere gelungene Ausstellung die anerkennensden Worte aus. Das erste Referat befasste sich mit der >Killianerei< in Dresden und Sachsen und wurde von Bernd SCHWABE gehalten. Hier in seiner Wohnung in Dresden wurde die Regionalgruppe, die sich heute Killistammtisch Dresden- Ostsachsen nennt und Gastgeber für den KFT ist, 1976 gegründet und ist damit die älteste ostdeutsche RG der DKG. Namen wie Dieter KADEN, Johannes EGER, Felix MILKUHN und vor allem Johannes FRANZ müssen genannt werden, wenn von der Entwicklung der Killifischhaltung und Aquaristik schlechthin in Dresden berichtet wird. Danach gab es die erste Beamer-Präsentation des Tages mit >"Aphanius - Der Verborgene" Eine Killifischgattung im Abseits<. In seiner bekannt lockeren Art referierte André KAHNT aus Altenburg und brachte uns eine Gattung näher, die selbst bei den Killianern nur von ausgesprochenen Liebhabern mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht wird. André zeigte uns aber in seinem Vortrag auf, dass es auch unter den Aphanius und seinen Verwandten einige wirkliche Juwelen gibt. Eine Herausforderung ist die Haltung dieser Eurasischen Killis allemal. Am Einlass saß Freund Peter KUZIEL, der 3 Wochen Urlaub für die Ausstellungskassierung geopfert hat und nun mal eine Abwechslung brauchte. Daher besetzte er ja auch die Kasse unseres KFT!!! Nun, der Anblick so vieler cognacfarbener Killis, - seiner besonderen Lieblingsfische, mag ihm das Herz erwärmt haben. Wer nun vielleicht als absoluter Killifischlaie in den Brauereisaal gelangt sein mag und nun erste Einblicke gewann und den ersten Befall jenes Virus "Killimanie" in der Magengegend grummeln spürte, der war beim nachfolgenden Vortrag von Thomas MILKUHN genau richtig. "Killis - Aller Anfang ist leicht" machte mit den Grundregeln einer erfolgreichen Haltung und Zucht von Eierlegenden Zahnkarpfen (Killis, Killies oder Killifische) bekannt und stellte ein breites Artenspektrum vor, auf das der Killi- Anfänger zurückgreifen kann. Vorher, in der Mittagspause blieb ausreichend Zeit zum Besuch der Aquarienausstellung im Felsenkellergewölbe. Hier konnten auch, in einer eigens für sie aufgebauten Stellage, einige schöne und interessante Killis aus den Nachzuchten der Stammtischmitglieder bewundert werden. Nach einer erfolgreichen Pressekampagne, die auch unseren Killifischtag bewarb, war der Besucherandrang riesig und die Besucher unseres KFT mussten sich teilweise durchkämpfen. Alle Killianer haben sich dem großen Lob unseres Verbandspräsidenten angeschlossen und sparten nicht mit Anerkennung. Trotz des Aufwandes bei Organisation und beim Aufbau der Schau, auch noch einen solch erfolgreichen Killifischtag zustande zu bringen, nötigte umfassenden Respekt ab (siehe auch hier in der Homepage unter >>Ausstellung<< die Auswahl Gästebucheinträge). Nach den Ausführungen MILKUHNS war auch der Hauptreferent des Tages Wolfgang EBERL aus Schorndorf bei Stuttgart eingetroffen. Wir waren froh, dass er ohne Staus gut und pünktlich eingetroffen ist. Nach einem Imbiss und kurzer Verschnaufpause war der Redakteur des DKG- Journals schon vor der Leinwand platziert und sein erster Teilvortrag "Diapteron" konnte per Beamertechnik beginnen. Wir hörten vom Verbreitungsgebiet dieser Fische, ihren Biotopen und warum der Referent die Arten dieser Gruppe nicht als Untergattung sondern als Gattung sieht. In eindrucksvollen Farbbildern wurden die Arten der (Unter-)Gattung vorgestellt. Auch beim zweiten Teilvortrag " Die Cameronense - Gruppe" brillierte der Referent Wolfgang EBERL mit viel Wissen und Sachverstand über die interessanten Vertreter dieser Gattungsgruppe der Aphyosemion. In der anschließenden Diskussion kam zum Ausdruck, dass sich hier ein wirklicher Fachmann dieser besonderen Fische angenommen hat. Gab es bei den vorherigen Referenten schon heftigen Beifall, so war er nun noch bedeutend kräftiger, was die Klasse des Vortragenden unterstrich. In einer längeren Pause wurde diskutiert, Literatur wechselte den Besitzer, Erfahrungen wurden ebenso ausgetauscht und der Leiter unserer Regionalgruppe "Killistammtisch Dresden- Ostsachsen Dr. Ulrich ERLER konnte Aufnahmeanträge entgegen nehmen. Was für ein erfolgreicher Tag. Als Reisebegleiter brachte Freund EBERL den erfolgreichen Killifischzüchter Winfried GRELL aus Neustadt in Württemberg mit. Der wiederum hatte einige Killi - Kostbarkeiten im Gepäck. Nach dem wir die Papprahmen zur Aufnahme der Fischtauschbeutel zusammengebastelt hatten, konnten darin die vielfältigsten Gattungen und Arten von Killis Platz finden. Wir waren über die Reichhaltigkeit unserer Tauschaktion selbst erstaunt. Manche Seltenheit wechselte den Besitzer, manche Anfängerart wurde mit nach Hause genommen um ihr künftig Gastrecht zu gewähren. Vielleicht können ja die Nachzuchten beim nächsten, dem 2. Dresdner Killitag, erneut den Besitzer wechseln.  Eine Zweitauflage haben wir uns auf jeden Fall vorgenommen. Geplant war, diesen künftig im Zweijahresrhythmus an unsere Vereinsausstellungen zu koppeln. Aber ob wir das schaffen werden? "Ihr müsst unbedingt nächstes Jahr erneut einladen und dann immerfort." Nun, darüber nachdenken können wir ja mal. Allen Besuchern, unseren Freunden aus nah und fern, den aktiv an der Organisation und Durchführung beteiligten Stammtischfreundinnen- und Freunden möchte ich meinen ganz persönlichen Dank aussprechen. Dieser unser >1. Dresdner Killifischtag< war eine ganz tolle Werbung für unser Hobby, unsere spezielle Liebhaberei, die DKG, die RG "Stammtisch Dresden- Ostsachsen" und den AV "Kampffisch"  Bernd Schwabe/Ehrenvorsitzender (DKG- Vorsitzender 2001 - 2011) Zur Galerie