Copyright by Aquarienverein “ Kampffisch “ Dresden e. V.    Unser Wappen – Fisch  Betta splendens , der Siamesische KAMPFFISCH Ein Abriß zu Historie, Vorkommen, Pflege, Vermehrung und Zucht Bernd Schwabe/Dresden   Als sich die Altvorderen unseres Vereins den KAMPFFISCH zum Wappentier auserkoren haben, hatte die „Urform“, also Fische ohne züchterischen Eingriff, ihren Siegeszug in den Aquarien bereits hinter sich. Schon 1893 kam die Art nach Deutschland, nachdem französischen Züchtern die Erstzucht geglückt war. 1896 importierte der berühmte Zierfischimporteur- und Züchter Paul MATTE aus Berlin-Lankwitz, mehrere Paare, die er aus Moskau bezog. Durch MATTE dürfte sich die schnelle Verbreitung als Aquarienfisch vollzogen haben. War die Begeisterung schon groß bei den Normalflossern, setzte eine regelrechte Kampffisch-Manie ein, als nach dem 1. Weltkrieg, um die Jahre 1927 bis 1928, SCHLEIERKAMPFFISCHE im Hobby auftauchten und wegen ihrer relativ leichten Haltbarkeit- und Zucht, schnell Verbreitung fanden. ( Ersteinfuhr vermutlich durch die Bremer Firma Stoop & Hellemann, 1926) Als Pfingsten 1928 im traditionsreichen Ausstellungsgelände Stübelallee, welches heutzutage einer Autofabrik weichen mußte, die Schau „ Reisen und Wandern“ eröffnete, war auch eine „Vergleichsschau der Macropodinae“ zu sehen. Hier waren bereits die herrlichsten SCHLEIERKAMPFFISCHMÄNNCHEN ( Weibchen sind immer normalflossig! ) zu bewundern.. Mehr als 100.000 Besucher besuchten die Schau und werden auch die Kampffische bewundert haben. Zu den erfolgreichen Ausstellern gehörte das Gründungsmitglied des AV“Kampffisch“ Harry BASCH, der für seine Züchtungen einen Ehrenpokal der Ausstellungskompanie entgegen nehmen konnte und der seither das Vereinszimmer schmückte. Sein Siegerfisch wurde für 75 Reichsmark verkauft. Zu dieser Zeit eine ungeheure Summe. Die Nachkriegszeit mit Inflation und Wirtschaftskrise forderte regelrecht dazu heraus, dass sich die damaligen Aquarienfreunde, mit diesen prächtigen kleinen Fischen, ein Zubrot zu ihrem ansonsten recht kärglichen Einkommen, dazu verdienten. Auch von Arbeitslosigkeit waren „Kampffisch-Mitglieder“ betroffen, ihnen galt die Solidarität bessergestellter Vereinsfreunde und es wurde ein sogenannter Hilfs-Groschen eingeführt, d.h., dass die Züchter vom Erlös ihrer Nachzuchten (auch anderer Arten) einen kleinen Teil an ihre in Not geratenen Kameraden abführten. So beförderte unser kleiner Labyrinthfisch die Kameradschaft und Solidarität im Verein.   Wohl jeder Aquarianer kennt ihn, den KAMPFFISCH, sodass sich eine Beschreibung erübrigt. Es gibt einige sehr gute Bücher über Labyrinthfische und in jedem Aquarienbuch, ist auch unser Wappen-Fisch erwähnt.   Thailand und das westliche Kambodscha sind das angestammte Verbreitungsgebiet des SIAMESISCHEN KAMPFFISCHES. Durch die Verwendung der kleinen Fische bei „Kampfspielen“,- der Name unseres Fisches weist auf den kämpferischen Charakter hin, der durch Zuchtauslese noch verstärkt wurde, kam es zur Verbreitung im gesamten indochinesischen Raum. Leider beschränkt sich diese Verbreitung nicht nur auf die Gefangenschaftshaltung. Oft kam es, außerhalb der ursprünglichen Heimat zu Auswilderung, auch von Zuchtformen. ECHTE Vertreter des kurzflossigen Naturtyps sollen nur noch an isolierten Vorkommen existieren. Dennoch gelingt immer wieder der Neuimport von „Echten Kämpfern“, die aber entschieden schwieriger zu pflegen sein sollen, als die „domestizierten“ SCHLEIERFLOSSER.   Vielgestaltig zeigt sich der Lebensraum unserer Fische. Wie wir schon hörten, kommen sie heute, durch die Verbreitung durch den Menschen, auch außerhalb ihrer ursprünglichen Heimat vor. Dass sie dies schafften, zeugt von großer Anpassungsfähigkeit. Wenn als Wohngewässer unterschiedlichste Typen, von temporären Wasserlöchern und Gräben, die nur zeitweise gefüllt sind, so wie es auch überschwemmte Graslandschaften sind, bis zu den ruhigeren Randzonen von Fließgewässern, wie es auch die Bewässerungsgräben der Reisfelder darstellen, besiedelt werden, muß das nicht ursprünglich sein. Der „Behauptungswille“ im „gebotenen“ Gewässer, läßt offensichtlich keine enge Begrenzung zu. In diesem Milieu müssen die Fische oftmals Tagestemperaturen bis zu 40° C ertragen und auch mit einer starken nächtlichen Temperaturminderung zurecht kommen. Die Wasserwerte, so teilt TÖPFER mit, liegen im normalen Bereich, von 10° dGH und einem Säurewert von 6 bis 7,5 pH.   Bei der Pflege von SIAMESISCHEN SCHLEIERKAMPFFISCHEN sollten wir, in Kenntnis dessen, dass die Heimatgewässer räumlich sehr begrenzt sein können und in Asien auch heute noch die Haltung in engen Keramikgefäßen üblich ist, was den Fischen dort den Namen  Pla kat Lug Moh Dam Dam , wörtlich: „Die dunklen Beißfische des Topfes“, einbrachte, nicht darauf verfallen, Betta splendens, ein Leben lang in Minibehältern zu halten. Das sollte dem Züchter in der Phase vorbehalten bleiben, in der die Schleierform der Flossen in Ausbildung begriffen sind und vor Verletzungen geschützt werden müssen. Aufgereiht in, z.B. Marmeladegläsern, mit Blickkontakt der Kampffischmännchen zueinander, soll das ständige Imponieren mit Flossenspreizen zu besonders schönen und großen Flossen führen. Steckt man dagegen einige wenige Männchen zusammen, wird von der Pracht der Beflossung nicht viel übrig bleiben, voraussichtlich auch nur das stärkste Männchen. Hat man in großen Becken, größere Nachzuchten, was beim SIAMESISCHEN SCHLEIERKAMPFFISCH nichts außergewöhnliches ist, kann man viele Fische ( auch Männchen ) gemeinsam aufziehen, ohne um die Beflossung sehr befürchten zu müssen. Wehe aber dem Zeitpunkt, wo sich die Populationsdichte im Aquarium verdünnt hat, z.B. durch Abgabe,- sofort setzt das große „Rupfen“ ein und zurück bleiben jämmerliche Gestalten, die sich selbst immer mehr dezimieren. Die „Damen“ sind da entschieden vornehmer und vertragen sich nicht nur im „Kränzchen“ gut.   Mindesanforderung an Platz für eine erfolgreiche Hälterung im Aquarium, könnte das sogenannte, in letzter Zeit verstärkt angebotene und als „Antiwerbung“ für den Neueinstieg in die Aquaristik „gedachte“ sogenannte 60‘er – Set Aquarium von 54 Litern Inhalt, für ein Pärchen oder ein Trio ( 1M/2W ) mit geringem Beifischbesatz, bieten. Eine dichte Bepflanzung entspricht manchem Herkunftsgewässer der KAMPFFISCHE und dient dem Wohlbefinden und dem Schutz der Weibchen, da ihre stürmischen Verehrer oftmals außer Acht lassen, dass die Weiblichkeit gerade unpäßlich ist,- sprich: ausgelaicht ! Hier ist Behutsamkeit angebracht. Mann kann zum Männchen auch zwei Weibchen setzen, was die Aggressivität verteilen läßt. Versteckmöglichkeiten sind aber auch dann unablässig. Der Neukauf von Weibchen gestaltet sich oft schwierig, da überwiegend Männchen angeboten werden. Als Beifische empfiehlt sich ein Pärchen Zwergbuntbarsche, viele andere kleine Labyrinthfische, ein Schwarm nicht zu lebhafter Salmler passender Größe und am Boden Panzerwelse der verschiedensten Arten. Algensaugwelse der Gattungen ANCISTRUS und OTOCINCLUS sorgen für algenfreie Pflanzen und Aquarienscheiben. So es sich nicht um Extremwerte handelt, wird das Wasser, was aus der Trinkwasserleitung fließt, zur Kampffischhaltung geeignet sein. Temperaturen um 25°C . Der wöchentliche Wasserwechsel von einem Drittel bis Total, sollte zu den regelmäßigen Pflegemaßnahmen gehören. Vor allem bei der Verfütterung von Trocken- und Frostfutter, wird die regelmäßige Wassererneuerung unabläßig sein. Ungern nehmen KAMPFFISCHE Futter vom Boden auf. Daher ist die Verfütterung von Lebendfutter jedem anderen Futtermittel vorzuziehen. Hüpferlinge (Cyclops) , Wasserflöhe (Daphnia) und Weiße Mückenlarven (Sayomyia-Büschelmücke), sind als freischwimmende Nährtiere sehr gut geeignet. Rote Mückenlarven (Chironomus-Zuckmücke) und Schlammröhrenwürmer (Tubifex) sinken zu Boden und verschwinden schnell im Bodengrund. Um sie den KAMPFFISCHEN als Futter zugänglich zu machen, muß die Möglichkeit bestehen, das Futter aus einer sogenannten Wurmfalle zupfen zu können. Auch die Larven und Puppen der Schwarzen Mückenlarve (Culex) sind ein sehr gutes Futter, besonders zum Erzielen eines schnellen Laichansatzes bei den Weibchen. Aber wer will, bei den relativ hohen Temperaturen, bei der KAMPFFISCHHALTUNG, den schnellen Schlupf dieser Stechmücken riskieren ? ( Hier sollte man vorher einfrieren!)   So gehalten und gefüttert, wird man auf der Wasseroberfläche des Aquarium bald ein flächiges schaumiges Gebilde entdecken. Das Männchen dankt die gute Pflege mit Hochzeitsvorbereitun- en. Im Gegensatz zu einigen seiner Vettern, ist der SIAMESISCHE KAMPFFISCH kein Maulbrüter, sondern gehört zu den Schaumnestbauern. Zucht, gezielt durchgeführt, ist nicht sonderlich schwierig, bedarf aber entsprechenden Platzes. Nach einer etwas kühleren Haltung, ich senkte die Temperatur dazu auf 20 bis 22°C, erhöht man  sie auf 26 bis 30°C, und der Schaumnestbau wird ganz gezielt und intensiv vom Männchen durchgeführt. Ein speichelartiges Sekret wird mit Luft vermischt und als großperliges Nestbaumaterial verwandt. Während des Baues des Schaumnestes, welches oft zwischen oder unter Schwimmpflanzenblättern angelegt wird, zeigt sich das Männchen besonders aggressiv und das, bzw. die Weibchen , werden rabiat vertrieben. Ist der Bau vollendet, duldet der Hausherr auch die Besichtigung der Neubauwohnung durch die holde Weiblichkeit. Er, und auch der erfahrene Aquarianer erkennt, dass die hellere Bauchpartie der Weibchen prall gerundet  und die weißliche Genitalpapille hervorgetreten ist, womit Laichbereitschaft signalisiert wird. Nach einigen Scheinpaarungen, die oft mit Vertreiben des Weibchens enden, hat es sich der Nestbesitzer dann wohl doch überlegt und er vollführt sein sogenanntes „Führungsschwimmen“, womit er seine Laichpartnerin zum Nest geleitet. Hier wird er vom Weibchen in die Körperflanken gestupst, was ihn zähmt und seine Bösartigkeit ihr gegenüber zügelt. Nach noch einer Reihe von „Zeremonien“, umschwimmt das Männchen seine Partnerin und dreht sie behutsam mit der Bauchseite nach oben, Richtung Schaumnest. Nachdem sich die Paarungsstarre gelöst hat, lockert das Männchen die Umschlingung und die Laichkörner erscheinen. Pro Laichakt können 10 bis 30 Eier abgegeben werden. Sie sind hellbernsteinfarben und ziemlich klein. Ein Öltropfen der Auftrieb verschafft, haftet ihnen nicht an, sodass sie als Sinkeier zu Boden fallen. Um sie im Nest der Erbrütung zuführen zu können, muß das Männchen emsig mit dem Maul einsammeln. Dann spuckt er sie in das Nest und umgibt sie mit Schaumblasen. Ich konnte beobachten, dass es in dieser Phase „anteilnahmslose „ Weibchen gab, aber auch recht fleißig mithelfende. Gelegentlich erwischte ich auch naschhafte. Sind alle Laichkörner verstaut, kommt es zu weiteren Paarungen, die bis zu zweieinhalb Stunden fortdauern können,- vorausgesetzt, es werden jegliche Störungen vermieden. Nun zeigt der künftige Vater wieder seinen „wahren Charakter“ und verjagt das ausgelaichte Weibchen erbarmungslos. Größere, gut bepflanzte und dekorierte Aquarien bieten Schutz vor völliger physischer Vernichtung. Aus kleineren Zuchtbecken sollte man das Weibchen schnellst möglichst entfernen. So grob wie zur Mutter, so aufopferungsvoll pflegend, zeigt sich der Kampffischmann gegenüber seinem Nachwuchs. Kein weiterer Aquarienbewohner wird in Schaumnestnähe geduldet und sollte sich ein Laichkorn aus der Ummantelung des Schaumnestes lösen, wird es sogleich wieder hinein befördert. Das gilt auch, wenn nach ca. 24 bis 30 Stunden die Larven geschlüpft sind. Die winzigen, an kleine Glassplitterchen erinnernden  Larven, werden, wenn sie sich „zu weit über den Rand des Nestes gebeugt haben“ , vom Dottersack, der zur Körpergröße riesig erscheint, regelrecht zu Boden gezogen. Der wachsame Vater spuckt sie aber sofort zurück. Zwei Tage nach dem Schlupf schwimmen die ersten  KAMPFFISCH-Winzlinge frei und verlassen das Nest. Auch jetzt bemüht sich das männliche Elternteil noch um die Jungfische, die sich aber gar nicht mehr gerne einfangen lassen. Bald wird kaum noch etwas vom zahlreichen Kindersegen übrig geblieben sein. Wenn Vater KAMPFFISCH erneut auf Freiersfüßen gehen will, stärkt er sich auch schon mal am eigenen Nachwuchs und die weiteren Beckenbewohner tun es ihm gleich. Auch mangels geeignetem Aufzuchtfutter ist die Überlebenschance der Jungfische gleich Null. Abhilfe schafft die Zucht im separaten Becken und Entfernung der Elterntiere, wenn der Brutpflegetrieb erlischt. Oder aber, das laichgefüllte Schaumnest wird vorsichtig abgeschöpft und in ein flaches, feinperlig durchlüftetes Aufzuchtbecken überführt. Es versteht sich von selbst, dass die Temperatur und Wasserparameter gleich sein müssen. Ein flacher Wasserstand erleichtert absinkenden Larven und Jungfischen das Aufschwimmen und Füllen der Schwimmblase mit Luft. Solche Winzlinge, wie sie bei „Fadenfischen“ üblich sind, benötigen natürlich auch kleinste Nahrung, vor allem in den ersten 3 bis 4 Tagen muß es maulgerecht sein. Es gibt eine Faustregel: Das Erstfutter muß dem Augendurchmesser des Jungfisches entsprechen. Bei der Winzigkeit unserer gerade erst frei schwimmenden KAMPFFISCHJUNGEN, kann man sich vorstellen, wie klein das Erstfutter sein muß. RÄDERTIERCHEN genügen diesem Anspruch. Man muß sie beim tümpeln selbst, im engmaschigen Netz aus Müllergaze ( Dichte 15 ) erbeuten. Wenn sich im Netz ein rötlicher „Schaum“ angesammelt hat, ist man mit dem besten natürlichen Aufzuchtsfutter, was unsere heimische Natur bieten kann, fündig geworden. (Dorfteich Borthen) Damit angefüttert haben unsere jungen KAMPFFISCHE einen guten Start und nehmen ab ca. dem 5. Tag bereits größere Brocken, wie z.B. ausgesiebte Hüpferlingsnauplien ( Jugendform des Cyclops). Dabei muß man beachten, dass es sich nicht um sogenannte Stecher handelt, da die eher unseren Jungfischschwarm vertilgen als umgekehrt. Wenn diese Nauplien sich langsam schwebend im Aufzuchtbecken verteilen, dann sind es meistens ungefährliche , aber stieben sie ruckartig ins Becken, hat man fast immer stechende Nauplien mitgebracht. Auch wenn es die Richtigen sind, muß maßvoll gefüttert werden, denn bei den höheren Temperaturen unserer Aquarien, wachsen die Nauplien, die nicht gleich gefressen werden, schnell zu erwachsenen Hüpferlingen heran und vergreifen sich möglicherweise dann auch an den Jungfischen. Bei den Hüpferlingen gibt es für die aquaristische Verwendung zwei Gattungen. Cyclops, wo die Weibchen immer zwei Eipakete mit sich herum tragen und Diaptomus mit einem am Rumpfende. Letztere stellen für unsere Fische nie eine Gefahr dar, da sie Filtrierer sind, im Gegensatz zum Cyclops, der sich räuberisch ernährt. Nach der sogenannten Staubfutterphase ist das Gröbste überstanden und das Folgefutter gestaltet sich vielfaltig: Mikrowürmchen, Essigählchen, Grindal, kleine oder gehackte Enchyträen, Wasserflöhe und adulte Hüpferlinge, zerkleinertes Tubifex, geriebenes Rinderherz und gute Trockenfutter oder geriebenes Frostfutter.( Immer mit der Faustregel im Kopf : Augengröße = Futtergröße!) Bei meiner Schilderung des Anfütterns, wird mancher Aquarianer, der von seinen KAMPFFISCHEN mit einem gefüllten Schaumnest überrascht wurde, entmutigt abwinken, weil ihm die Möglichkeit, des Beschaffens von Lebendfutter aus der Natur , nicht möglich ist und er auch im Zoohandel diesbezüglich kaum noch fündig wird. Wird nicht gerade Wert darauf gelegt, einen „Riesenschwarm“ Jungfische groß zu ziehen, und wen vielleicht auch schon der fortlaufende Erhalt der KAMPFFISCHE im eigenen Aquarium,(die Lebendserwartung liegt bei nicht viel mehr als einem Jahr) oder die Weitergabe an befreundete Aquarianer, befriedigt, für den gibt es auch einen Weg zu seinem eigenen „kleinen“ Erfolg. Statt der empfohlenen Rädertierchen stehen dem Aquarianer Infusorien zur Verfügung. Er gewinnt eine Kultur, in dem er einen Heuaufguß macht. Unter der Kahmhaut dieser Brühe stehen Wolken gräulicher Kleinstlebewesen, die man mit einem Kaffeefilter ausfiltrieren und damit ziemlich rein, an seine KAMPFFISCHBRUT verfüttern kann. Das bekannteste Infusor ist das Pantoffeltierchen. Wir gewinnen es, indem wir getrocknete Bananenschale oder Kohlrübenschnitzel mit Wasser übergießen. Danach wie o.g. verfahren. Eine weitere Möglichkeit feinstes Staubfutter einzusetzen ist, ein geeignetes Eierkuchenmehl, welches nochmals durch einen feinen Stoff gerieben wird, direkt auf die Oberfläche des Aufzuchtbeckens.. Nach meiner Erfahrung muß, bei dieser Ernährungsweise, die, egal ob Infusorien oder Eierku- chenmehl (das für uns Beste produziert die Fa. Werner in Freital) immer nur Ersatznahrung sein kann, nach mindestens 5 Tagen auf größeres Futter umgestellt werden. Das „selber züchtbare“ Salzkrebschen  Artemia salina, welches im guten Zoofachhandel oder Aquarienvereinen erhältlich ist, kann als Folgefutter für unsere heranwachsenden KAMPFFISCHE sehr gut eingesetzt werden. Zwar dauert alles etwas länger und wie schon gesagt, die Stückzahlen unserer Nachzucht werden nicht riesig sein, aber der Erfolg wird uns nicht geringer erfreuen. Peinliche Sauberkeit im Aufzuchtbecken ( hier helfen einige Schnecken als Putzerkolonne gegen den schmierigen Bodenbelag und regelmäßig frisches Wasser )  und viel Platz zum Ausschwim- men der Jungen ( sogenannte Laichbehälter, im Aquarium einhängbar, sind zur Fischaufzucht ungeeignet ), sollte zu schönen KAMPFFISCHEN führen,- vorausgesetzt, es werden die Aspekte im ersten Teil meines Berichtes beachtet. Resümierend kann festgestellt werden, dass sich der Wappen-Fisch unseres Vereines, der KAMPFFISCH, auch nach mehr als 100 Jahren seit seiner Einführung ins Hobby noch größter Beliebtheit erfreut. Seine Anspruchslosigkeit in der Haltung und Ernährung und das leichte Vermehren ebenso, wie die Züchtbarkeit, die immer neue Formen und Farben hervorbringt , ist diesem Trend dienlich.   Werter Besucher unserer HOMEPAGE des AV „Kampffisch“ Dresden e.V.  versuche selbst einmal die Haltung und Vermehrung des KAMPFFISCHES. Obiger Bericht soll eine kleine Hilfe  zum Erfolg sein.   Nachfolgend ein Bericht von Vereinsfreund Felix LEISTNER, einem der Gründungsväter unseres Aquarienvereines, gegeben 1939 im 36. Jahrgang der „WOCHENSCHRIFT FÜR AQUARIEN-UND TERRARIENKUNDE“, Seite 114 bis 116 . Der Vergleich zu obigem Bericht aus heutigen Tagen zum Bericht von vor mehr als 60 Jahren , zeigt wie beliebt unser Fisch seither ist und wie aufmerksam auch damalige Aquarianer beobachten konnten und wie sie sich um den Erfolg bemühten.     Beobachtungen bei der Kampffischzucht Von Felix Leistner, Mitgl.d.“Kampffisch“,Vereinigung f.Volks-u.Naturkunde im RDA ( 36.Jahrgang 1939 „Wochenschrift für Aquarien -und Terrarienkunde“ )     Schon aus Tradition hatte ich mir ein Paar rote und blaue Kampffische angeschafft und selbstverständlich auch den Wunsch, von denselben auch einmal Junge zu ziehen. Aus diesem Grunde beschaffte ich mir alles Lesbare, um mich erst einmal damit vertraut zu machen, was bei einer solchen Zucht eigentlich so alles zu beachten ist. Die gemachten Angaben, wie, nicht zu hohen Wasserstand, nicht allzu dichte Bepflanzung des Beckens (?/B.S.2003), Durchlüftung, Trennung der Elterntiere nach der Laichabgabe, wurden natürlich von mir genauestens befolgt, um so mehr, als ich Kampffische noch nie gepflegt und gezogen hatte. Ich richtete mir deshalb ein Becken in einer Größe von 50x30x30 mit einem Wasserstandvon 10 cm ein, setzte ein Paar rote Kampffische, welche ich von Herrn Hütter, Dresden-Seidnitz erworben hatte, und von welchem ich sehr gut bedient wurde, denn die erstandenen Tiere sind geradezu Prachtexemplare, am 15.VII. nachmittags in das Becken ein. Infolge meiner Neugier, was nun wohl vor sich gehen würde, war ich natürlich nicht mehr vor dem Becken wegzubringen. Das Männchen und auch das Weibchen zeigten sich in bester Farbenpracht und spannten ihren Flossenbehang in voller Größe. Nach längerem Umschwimmen fing das Männchen im Lampenlicht an, ein Nest zu spucken und ich konnte einige Scheinpaarungen beobachten. Am nächsten Morgen frühzeitig war natürlich mein erster Gang hin zum Aquarium und ich konnte gerade die Paarungen sehen. Leider mußte das Weibchen bei dieser Gelegenheit viel von seinem Flossenbehang fahren lassen, denn das Männchen ging mit dem Weibchen nicht gerade sanft um. Als ich nachmittags vom Dienst kam, fing ich das Weibchen sofort aus dem Becken heraus und ließ, wie mir geraten wurden war, nur das Männchen im Becken beim Laich und Schaumnest.. Nach ungefähr 3 Tagen hingen die Jungen wie kleine Kommas im Schaumnest, und nach weiteren Tagen konnte ich die ersten Schwimmversuche der Jungen feststellen. Nachdem die Jungfische schon einige Tage im Becken umherschwammen, fing ich das Männchen heraus und beschaffte mir Futter aus einer zoologischen Handlung. Trotz Fütterung der kleinen Fischbrut mit zerriebenen Enchyträen, Wasserflöhen und auch Wawil konnte ich an den darauffolgenden Tagen nur feststellen, daß die vorhandenen Jungtiere immer weniger an der Zahl wurden. Nach 3 Wochen hatte ich schließlich keinen einzigen jungen Kampffisch mehr im Becken. (Anm.: Schuld dürfte das falsche Anfüttern gewesen sein./B.S.2003) Nach Befragung einiger alter Liebhaber hörte ich nun, daß ganz bestimmt das Sterben mit zu hohem Wasserstand zusammenhängen müßte. Ich richtete deshalb nochmals ein Becken in der Größe 28x23x15 mit einem Wasserstand von nur 7 cm ein und brachte  nochmals das Paar Kampffische in diesem Becken unter. Es kam auch in diesem Becken wieder zur Laichabgabe und nachdem ich das Weibchen wieder aus dem Becken entfernt hatte, konnte ich nach Verlauf von 3 Tagen feststellen, daß auch wieder Jungfische im Nest waren. Infolge  des nunmehr sehr geringen Wasserstandes riß das Männchen mit seiner hohen Rückenflosse immerfort die Jungfische aus dem Neste, wenn es darunter stand oder umherschwamm. Ich konnte zwar beobachten, daß  er sich alle Mühe gab, die Jungen wieder aufzulesen und wieder in das Schaumnest zu spucken, mußte aber auch hier, nachdem  ich das Männchen aus dem Becken entfernt hatte, die Feststellung machen, daß auch von dieser Brut nicht ein einziger Jungfisch groß wurde,  obwohl ich mir extra kleines Futter in einer Zoo-Handlung beschaffte. Trotz der zwei nicht geglückten Bruten gab ich mich nun allerdings nicht zufrieden und versuchte mein Glück mit einer weiteren Zucht. Aus diesem Grunde richtete ich ein Becken in der Größe 100x30x30 mit einem Wasserstand von 20 cm ein. Bepflanzt wurde das Becken sehr reichlich mit Vallisnerien, Cryptocorynen, Wasserpest und Myriophyllum. Das Becken wurde in der Mitte mit einer Glasscheibe getrennt und ich setzte in jedes Fach ein Paar Kampffische, und zwar ein rotes und ein kornblumenblaues Paar. Als ich die beiden Männchen in den Abteilungen gewahr wurde, ging jedes sofort in Kampfstellung und ich konnte hier erst einmal die Herrlichkeit dieser Tiere  richtig bewundern. Ich glaube bestimmt, wenn die Trennscheibe nicht gewesen wäre, hätten die zwei Männchen sich arg zerrupft. Die Weibchen dagegen verhielten sich jedes in seinem Abteil sehr ruhig und wurden nur gelegentlich von ihren Männchen, wenn sie diesem einmal zu nahe kamen, arg gepufft. Nachdem sich die Männchen  nach und nach an das Gegenüber gewöhnt hatten und einsahen, daß sie sich nichts anhaben konnten, fing das blaue Männchen nach 4 Tagen an, ein Schaumnest zu bauen. Das Weibchen konnte ich gelegentlich sogar bei der Mithilfe des Nestbaues beobachten. An einem Sonntagmorgen schritt das blaue Paar zur Zucht und ich konnte eine sehr reichliche Eiabgabe feststellen. Das rote Paar jedoch im anderen Abteil machte nicht die geringsten Anstalten, ebenfalls ein Nest zu spucken. Nach der Eiablage des blauen Paares entfernte ich das Weibchen aus dem Becken. Da ich nun mit meinen bisherigen Bruten nie einen Erfolg gehabt hatte, wollte ich mich auch jetzt noch nicht allzusehr auf ewaige Jungfische freuen und sah nach 4 Tagen, infolge meiner bisherigen Mißerfolge, eigentlich etwas ängstlich nach dem Schaumnest des blauen Paares, und siehe da, es zappelten allerhand kleine Kommas in demselben. Da ich nun gerade Urlaub hatte, fertigte ich mir aus Opal und auch aus Baptist (Anm.: Engmaschige Stoffe./B.S.2003) je ein Netz an, beschaffte mir einen Bambusstock und ging mit dem zustande gekommenen Käscher selbst auf Futtersuche in einen Dorfteich nach Naundorf. Ich ch hatte mir auch bereits vorher von einem Liebhaber Futtersiebe in drei verschiedenen Größen anfertigen lassen. Nachdem ich von der ersten Futtertour heimgekehrt war, wurde das Futter sofort gesiebt und das feinste davon in das Becken zu den Jungfischen gebracht. Jetzt konnte ich nun, nachdem die kleinen Fischchen schwammen, tagtäglich feststellen, wie sich die kleinen Kerle die Bäuchlein mit feinstem Futter vollstopften. Heute haben diese Jungfische bereits eine Größe von 5 cm erreicht und sind alle recht munter und auch schon recht rauflustige Tierchen geworden. Interssant bei dieser Brut war folgendes: Nachdem im ersten Abteil die Jungen bereits schwammen und etwa die Größe von einem halben Zentimeter erreicht hatten, bequemte sich auch das rote Paar zur Brut. Als bei dem roten Paar nun auch endlich Jungfische im Nest hingen, stellte ich fest, daß das rote Männchen dauernd hinter jungen Kampffischen herschwamm, die nicht von seiner eigenen Brut stammen konnten. Bei genauerem Hinsehen sah ich, wie das rote Männchen die Jungfische ins Maul nahm und diese zu seinen eigenen Jungen, die höchstenserst zwei Tage alt waren, hineinspuckte. Diese jedoch schon größeren Jungfische entwichen immer wieder dem Schaumnest und schwammen dorthin, wohin es ihnen beliebte. Erst am darauffolgenden Tage stellte ich fest, daß die größeren Kampffische aus dem Nebenabteil des blauen Paares entwichen waren und, da die Trennscheibe doch nicht richtig scharf abtrennte, sich im anderen Abteil heimisch machten. Ich habe die kleinen Ausreißer aus dem Nebenabteil bei den roten Männchen gelassen und nie feststellen können, daß das rote Männchen sich an den fremden Jungfischen vergriff. Es machte höchstens ab und zu noch mal Jagd auf die fremden kleinen Jungfische, nahm sie ins Maul und spuckte sie in das Schaumnest zu seinen eigenen Jungen. Svhließlich gab es das rote Männchen nach einiger Zeit auf,die größeren Jungen ins Schaumnest zu schaffen und betreute nur noch seine eigenen Jungfische. Die Hauptsache bei einer solchen Aufzucht ist also, daß man für die Jungfische das nötige kleine Futter beschafft. Dann wird jedem Liebhaber auch eine solche Zucht gelingen. Die Größe des Beckens, Wasserstand, und ob reichliche Bepflanzung oder nicht, spielen bei der Zucht nicht die geringste Rolle.        Etwas zu den Zuchtformen Jörg Töpfer/Riesa in BETTA-Das Heft vom „Kampffisch“ 1/2002   Es existieren neben der Wildform verschiedene Zuchtformen vom SIAMESISCHEN KAMPFFISCH. Zuerst möchte ich auf die „Kämpfer“ hinweisen, die sehr Verschiedenfarben sein können, aber immer kurzflossig sind. Diese Tiere sind in Deutschland wenig verbreitet, da sie zu Schaukämpfen verwendet werden. Die zweite Zuchtform sind die seit 1926 bekannten SCHLEIERKAMPFFISCHE. Diese wurden nach der Beflossung und nach der Farbe gezüchtet. Es wurden einfarbige Tiere mit dunkler Farbe, wie rot, grün, blau, violett und schwarz und mit heller Farbe, wie gold, weiß, cellophan, pastell und gelb unterschieden. Bei diesen Tieren musste die Farbe gleichmäßig über den Körper und die unpaaren Flossen verteilt sein. Nicht immer handelte es sich bei diesen Farben um reinerbige Tiere. So kann die Farbe „kräftigblau“ nur durch Kreuzung von reinerbigen grünen und metallblauen Tieren erzeugen ( zweite Mendel’sche Regel ). Weiterhin waren auch mehrfarbige Tiere auf Ausstellungen zu bewundern. Besonders häufig wurde die Farbvariante „opalin“ ausgestellt, Tiere mit hellem Körper und einheitlich gefärbten Flossen ( rot, blau, grün usw. ). Bei anderen Zuchtformen durften die unpaaren Flossen etwa zur Hälfte mit der Körperfarbe übereinstimmen, die andere Hälfte zeigte eine andere Farbe. Schließlich tauchten aus der Tschechischen Republik die „Doppelschwänze“ auf. Sie besitzen eine gespaltene Schwanzflosse, die wesentlich mehr Schwanzflossenstrahlen aufweist und auch die Rückenflosse besteht aus mehr Strahlen. In den letzten Jahren kamen aus den USA Tiere, die so gezüchtet wurden, dass die Rückenflosse, die Schwanzflosse und die Afterflosse möglichst einen Kreis oder eine Elipse um das Tier ergeben. Die Schwanzflosse ist nicht so extrem schleierförmig verlängert, wie es bei der Schleierform zu sehen ist. Es würde hier zu weit führen, alle Zuchtformen vorzustellen. Hier sei auf entsprechende Artikel oder Bücher verwiesen. Die damalige ZAG „Labyrinthfische“ ( Anm.: Arbeitsgemeinschaft der Labyrinthfisch-Freunde der DDR. Der Autor dieser Zeilen Vfrd. Jörg TÖPFER war viele Jahre bis zur Wende deren Leiter./B.S.2003 ) hatte einen Bewertungsmaßstab erarbeitet und Ausstellungen organisiert, die zuletzt als Europameisterschaften ausgeschrieben waren. Heute werden die Zuchtformen von BETTA SPLENDENS auf Ausstellungen der IGL (Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische) wieder bewertet. So oder so, die Zucht der wunderschönen KAMPFFISCHE ist ein lohnendes Hobby, das dem Züchter viel Freude bereitet. Ich wünsche allen, die es versuchen werden, viel Erfolg.   Literatur:     Leistner,F. (1939): Beobachtungen bei einer Kampffischzucht. WOCHENSCHRIFT, Jahrgang 36 . Seite 114-116 Linke,H. (1980): Labyrinthfische – Farbe im Aquarium. Melle Richter,H.-J. (1979) Das Buch der Labyrinthfische. Neumann Verlag Radebeul Schwabe,B. (2001): Unser Wappen-Fisch Betta splendens, der Kampffisch. BETTA-Das Heft vom „Kampffisch“, 1/2001,S.16-17. Töpfer,J. (2002): Der Kampffisch., BETTA-Das Heft vom „Kampffisch“, 1/2002,S.14-22Vierke,J. (1978): Labyrinthfische und verwandte Arten.Wuppertal                                                                                                                           B.S     Kampffischbegeisterung am Anfang des 20. Jahrhunderts. ( Aus „AQUARIUM und TERRARIUM“ Illustrierte TASCHENBÜCHER für die JUGEND Union-Verlag Leipzig )   Der siamesische Kampffisch (Betta punax,Günther) ist mit seiner nur 8 cm betragenden Körperlänge der kleinste unter den Labyrinthfischen, aber ein wirklich Prächtiger Kerl, ein schwimmendes Juwel möchte man im Anbetracht seiner leuchtenden Farbenpracht sagen. Alles leuchtet und glänzt an dem Fisch, als ob der ganze Körper mit Türkisen besetzt wäre. Ueber die rotbraune Grundfarbe des Körpers verlaufen beim Männchen stahlblaue, dunkelblaue, smaragdgrüne und gelbe Querstreifen, dazwischen schillern wie eingesetzte Türkisen zahlreiche, bläulich-perlmutterartig leuchtende Pünktchen. In höchster Erregung wird der Körper sammetschwarz mit bläulichem Anflug, und die über den ganzen Körper zerstreuten, feurigblau leuchtenden Pünktchen treten nun erst recht hervor. Ein feurigroter, von grünlich und bläulich leuchtenden Punkten umgebener Fleck ziert den Kiemendeckel, während die bordeauxrot glanzenden Kiemen hervortreten und die Kiemendeckel umgrenzen. Im erregten Zustande wird der Kiemendeckel aufgerichtet und steht dann wie ein schwarzblauer Kragen vom Kopfe ab. In der silbergrauen Rückenflosse bemerkt man glänzend smarakdgrüne Strahlen und türkisblaue, perlmutterartig leuchtende Punkte. In gleichem Farbenschmelz erscheinen die Strahlen der feurigrot gesäumten großen Schwanzflosse. In der großen roten, mit Silbergrau und Smaragdgrün gezierten, leuchtenden Afterflosse stehen die Strahlen enger, als in der Schwanzflosse. Die großen Bauchflossen sind rot mit blaugrün, ihre lang ausgezogenen Fäden erscheinen bläulichweiß. An der Schwanzwurzel  markiert sich ein schwärzlicher Fleck. Die Augen-ich weiß nicht wie ich die prächtige Färbung richtig zum Ausdruck bringen soll- kurz, sie glänzen wie feurige Türkisen. Das kleinere Weibchen hat nicht so große Flossen wie das Männchen, und die Farben sind etwas matter.                                                                            Hermann Lachmann